21. April 2026
Apple setzt bei faltbarem iPhone auf Kamera-Control-Taste trotz ultra-dünnem Design
Ein bekannter Leaker berichtet, dass Apple bei seinem ersten faltbaren iPhone trotz extrem dünnem Design auf die Kamera-Control-Taste nicht verzichten will. Ergonomische Vorteile sollen den Ausschlag geben.

Apple nimmt offenbar bewusst konstruktive Kompromisse in Kauf, um sicherzustellen, dass sein erstes faltbares iPhone mit der noch recht neuen Kamera-Control-Taste ausgestattet wird. Dies geht aus Informationen des bekannten Leakers "Instant Digital" hervor, der auf der chinesischen Social-Media-Plattform Weibo aktiv ist.
Extrem dünnes Design mit funktionalen Herausforderungen
Laut den Berichten soll das faltbare iPhone im ausgeklappten Zustand mindestens 1,1 mm dünner sein als das iPhone Air. Trotz dieser extremen Schlankheit will Apple nicht auf die Kamera-Control-Taste verzichten, die erst mit der iPhone 15 Pro-Serie eingeführt wurde. Die Integration dieser Taste in ein so dünnes Gerät stellt die Ingenieure vor erhebliche Herausforderungen bei der Anordnung der internen Komponenten.
Der Leaker behauptet, dass Apple zur Realisierung dieses Vorhabens spezielle Anpassungen bei der Stapelungsweise der Bauteile vornehmen musste. Dies zeigt, welche Priorität das Unternehmen dieser Bedienfunktion beimisst.
Ergonomische Vorteile als treibende Kraft
Die Entscheidung für die Integration der Kamera-Control-Taste scheint vor allem auf ergonomischen Überlegungen zu basieren. Apple soll die Handhabung aktueller Faltphones der Konkurrenz analysiert und festgestellt haben, dass die Bedienung der Kamera bei diesen großformatigen Geräten oft "umständlich" sei.
Mit der Kamera-Control-Taste möchte Apple seinen Nutzern ermöglichen, das Gerät auch im ausgeklappten Zustand sicher mit einer Hand zu halten und gleichzeitig alle notwendigen Kameraeinstellungen vorzunehmen. Dies soll ein stabileres Halten des Geräts bei der Aufnahme von Fotos gewährleisten und die einhändige Bedienung erleichtern – ein Feature, das bei großen Falt-Smartphones besonders wichtig sein dürfte.
eSIM-only auch beim faltbaren iPhone
Eine weitere interessante Information betrifft den SIM-Karten-Slot: "Instant Digital" berichtet, dass es in der Lieferkette keine Anzeichen für Werkzeuge oder Lagerbestände von SIM-Karten-Schubladen für das faltbare iPhone gibt. Dies deutet darauf hin, dass das Gerät – ähnlich wie das iPhone Air – weltweit ausschließlich mit eSIM-Technologie ausgestattet sein wird.
Diese Entwicklung steht im Einklang mit Apples genereller Tendenz zur Abkehr von physischen SIM-Karten. Interessanterweise sollen auch die iPhone 18 Pro-Modelle in China auf eine Konfiguration aus "Single SIM + eSIM" umstellen und damit die bisher dort übliche Dual-SIM-Konfiguration aufgeben. Die Hong Kong-Version soll diesem Ansatz folgen, dabei aber weiterhin einen physischen SIM-Karten-Slot beibehalten.
Konservative Produktionszahlen und hoher Preis
Was die Verfügbarkeit angeht, rechnet der Leaker mit einer eher konservativen Erstproduktion von rund 10 Millionen Einheiten. Der Preis wird voraussichtlich zwischen 15.000 und 20.000 chinesischen Yuan liegen, was umgerechnet etwa 1.900 bis 2.550 Euro entspricht – und damit deutlich über den Preisen aktueller Premium-iPhones.
Positionierung im Wettbewerbsumfeld
Im Vergleich zu etablierten Falt-Smartphones wie dem Samsung Galaxy Z Fold scheint Apple bei seinem ersten faltbaren Modell besonders auf Dünnheit und Benutzerfreundlichkeit zu setzen. Während die meisten hochpreisigen Falt-Smartphones der Konkurrenz mit drei rückseitigen Kameras ausgestattet sind, darunter in der Regel auch eine Teleobjektiv-Kamera, bleibt abzuwarten, welche Kamerakonfiguration Apple für sein faltbares iPhone vorsieht.
Ausblick und Einordnung
Apples Einstieg in den Markt der faltbaren Smartphones wird mit Spannung erwartet. Dass das Unternehmen dabei offenbar besonderes Augenmerk auf die Benutzerfreundlichkeit legt – exemplarisch durch die Integration der Kamera-Control-Taste trotz erheblicher technischer Herausforderungen – passt zur generellen Produktphilosophie des Unternehmens.
Die gemeldeten Eigenschaften deuten darauf hin, dass Apple sein erstes faltbares Smartphone als Premium-Produkt positionieren wird, das sich durch extreme Schlankheit und durchdachte Bedienkonzepte von der Konkurrenz abheben soll. Mit dem ausschließlichen Setzen auf eSIM-Technologie setzt das Unternehmen zudem seinen Weg fort, physische Anschlüsse und Komponenten zugunsten von schlankeren Designs zu eliminieren.
Wie bei allen Leaks und Gerüchten bleibt jedoch abzuwarten, inwieweit sich diese Informationen bestätigen werden, wenn Apple tatsächlich sein erstes faltbares iPhone vorstellt. Eine offizielle Ankündigung wird frühestens für das kommende Jahr erwartet.