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24. April 2026

LincPlus LincStation E1 im Test: Kompaktes NAS mit smartem Ansatz für Einsteiger

Der LincPlus LincStation E1 positioniert sich als kompakte NAS-Lösung für Heimanwender, die lokalen Speicher statt Cloud-Services nutzen möchten. Mit zwei SATA-Schächten und NVMe-Slots bietet es eine flexible Speicherkonfiguration zu einem günstigen Preis.

LincPlus LincStation E1 im Test: Kompaktes NAS mit smartem Ansatz für Einsteiger
© AppleInsider

In einer Zeit, in der immer mehr Nutzer ihre Daten aus der Cloud zurück in die eigenen vier Wände holen möchten, nimmt das Interesse an NAS-Systemen (Network Attached Storage) stetig zu. Mit dem LincStation E1 bringt der Hersteller LincPlus ein besonders kompaktes Modell auf den Markt, das speziell auf die Bedürfnisse von Einsteigern und Heimanwendern zugeschnitten ist.

Klein, aber oho?

Die erste Überraschung beim Auspacken des LincStation E1: die Größe. Das NAS ist bemerkenswert kompakt und nimmt auf dem Schreibtisch oder im Heimnetzwerk kaum Platz ein. Zum Größenvergleich: Das Gerät ist kaum größer als ein iPad mini – eine echte Seltenheit in der NAS-Welt, wo die meisten Geräte deutlich mehr Raum beanspruchen.

Trotz der kompakten Bauweise bietet das LincStation E1 zwei SATA-Festplatteneinschübe und – hier wird es interessant – zwei NVMe-Slots. Diese Kombination aus klassischen Festplatten und schnellen SSD-Steckplätzen ist in dieser Preisklasse keine Selbstverständlichkeit und verschafft dem System einen gewissen Flexibilitätsvorteil gegenüber vergleichbaren Einsteiger-NAS.

Anschlussvielfalt und Leistung

An der Ausstattungsfront überrascht das kleine NAS mit einer durchdachten Auswahl an Anschlüssen. Neben dem obligatorischen Gigabit-Ethernet-Port finden sich mehrere USB-A-Anschlüsse und sogar ein HDMI-Ausgang. Letzterer ermöglicht die lokale Verwaltung direkt am Gerät – ein nettes Feature, das bei vielen Konkurrenten fehlt.

Bei der Netzwerkgeschwindigkeit muss man allerdings Abstriche machen: Das LincStation E1 beschränkt sich auf den Gigabit-Ethernet-Standard. In Zeiten, in denen 2,5 GbE oder sogar 10 GbE in den höheren Preisklassen zum Standard werden, ist das eine klare Einschränkung. Für die meisten Heimnetzwerke, die ohnehin noch mit Gigabit-Geschwindigkeit arbeiten, dürfte dies aber kaum ins Gewicht fallen.

ARM-Plattform für Alltagsaufgaben

Im Inneren arbeitet eine ARM-Plattform, die für alltägliche NAS-Aufgaben dimensioniert ist. Diese umfassen:

  • Dateifreigabe im Heimnetzwerk
  • Backup-Funktionen für verschiedene Geräte
  • Grundlegende Medienserver-Funktionen
  • Synchronisierung zwischen lokalen Ordnern und dem NAS

Die Software bietet eine übersichtliche Bedienoberfläche, die auch Einsteiger nicht überfordert. Sie ermöglicht die einfache Einrichtung von Freigaben, Benutzerkonten und automatisierten Backup-Routinen. Für komplexere Anforderungen wie virtuelle Maschinen, Container oder aufwendiges Transcoding von Videoinhalten ist die Hardware allerdings nicht ausgelegt – hier zeigen sich die Grenzen eines Einsteiger-NAS.

Zielgruppe: Cloud-Aussteiger und Heimanwender

Das LincPlus LincStation E1 richtet sich eindeutig an Nutzer, die ihre Daten von externen Cloud-Diensten zurück in ihr eigenes Netzwerk holen möchten. Mit seiner Kombination aus SATA- und NVMe-Speichermöglichkeiten bietet es ausreichend Flexibilität, um persönliche Daten, Fotos, Dokumente und Medien zentral im Heimnetzwerk zu speichern und zu teilen.

Prosumer und Nutzer mit anspruchsvolleren Anforderungen sollten hingegen zu leistungsstärkeren Modellen greifen. Für diese Zielgruppe bietet das LincStation E1 weder ausreichend Performance noch die nötigen Software-Features.

Fazit: Solide Basis für Einsteiger

Das LincPlus LincStation E1 ist ein NAS mit klarem Fokus. Es vereint ein extrem kompaktes Design mit ausreichender Leistung für die grundlegenden Aufgaben eines Netzwerkspeichers. Die Kombination aus herkömmlichen Festplatten und schnelleren NVMe-Speichern bietet dabei eine Flexibilität, die in dieser Preisklasse nicht selbstverständlich ist.

Besonders überzeugend ist die platzsparende Bauweise, die das Gerät auch für beengte Wohnverhältnisse interessant macht. Die Beschränkung auf Gigabit-Ethernet ist angesichts des Einsteigercharakters zu verschmerzen, ebenso wie die Fokussierung auf grundlegende NAS-Funktionen.

Wer einen unkomplizierten Einstieg in die Welt der Netzwerkspeicher sucht und dabei nicht zu tief in die Tasche greifen möchte, findet im LincStation E1 einen verlässlichen Begleiter. Es bietet eine solide Alternative zu Cloud-Diensten und ermöglicht die zentrale Datenhaltung im eigenen Netzwerk – und das alles in einem Gerät, das kaum mehr Platz benötigt als ein dickes Buch.

Für alle, die mehr Leistung, schnellere Netzwerkverbindungen oder erweiterte Funktionen benötigen, gibt es allerdings bessere, wenn auch teurere Alternativen auf dem Markt.

Vorteile:

  • Äußerst kompaktes Design
  • Flexible Speicherkonfiguration (SATA + NVMe)
  • HDMI-Ausgang für lokale Verwaltung
  • Benutzerfreundliche Software
  • Günstiger Einstiegspreis

Nachteile:

  • Nur Gigabit-Ethernet
  • Begrenzte Leistung für anspruchsvolle Aufgaben
  • Für Prosumer nicht ausreichend